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| Reise in den kleinen Süden und Chiloé |
domingo, 28 de octubre de 2007
Im "kleinen Süden"
lunes, 15 de octubre de 2007
Chucha
Den Englischunterricht hab ich gecancelt, weil ich den Kopf grad nicht mehr recht frei hab dafür und auch gar nicht mehr viele Male blieben. Ausserdem hatte ich das Gefühl, dass ich Freitag nie recht motiviert sein werde, früh aufzustehen, da das Wochenende hier Donnerstag abend beginnt.
Nett ist, dass meine Mitbewohner mal wieder eine künstlerische Ader haben. Pancho zupft elegant die Gitarre, spricht furchtbar undeutlich, raucht zuviel und schreibt gerade seine Diplomarbeit in Biochemie. America, so der Name meiner Mitbewohnerin, schreibt Gedichte und malt und liest viel. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich ihren Sinn für Ästhetik teile. Sie war es gewiss auch, die eine Wohnzimmerwand mit dem bedeutungsschwangeren Satz "When will you start to see yourself through the grave?" geschmückt hat.
Ach ja, und dann kann ich noch berichten, dass meine sozialen Kontakte hier mitunter wahnsinnig oberflächlich sind. Die "Schuld" dafuer, wenn man das so nennen moechte, kann ich bestenfalls teilweise darauf schieben, dass ich mich den hiesigen Verhaeltnissen angepasst haette. Es haengt auch einfach mit dem "Erasmus-Leben" zusammen, das ich hier fuehre, d.h. vor lauter Kontakten und Moeglichkeiten komme ich kaum dazu, einzelne Bekanntschaften zu vertiefen. Etwas bedenklich finde ich ebenfalls, dass ich - weiss Gott warum - hier immer mehr schwule Bekannte und Freunde habe. Nicht dass das an sich ein Problem fuer mich waere, aber bei dem Gedanken, dass man mich deswegen ebenfalls für schwul hält, ist mir nicht ganz wohl.
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| Valpo, Wohnung, Santiago |
viernes, 12 de octubre de 2007
Gute Lüfte
Die letzte Woche habe ich mir eine kleine Auszeit von der Uni genommen und bin mit Kepa (Baske), Ramon und Rolando (Mexiko) nach – hach, wer hätts erraten – Buenos Aires gereist. Der sechs Tage haben wir allen zwei volle für die Anreise im Bus verbraten. Es wäre viel gewonnen, wenn die Busgesellschaften nicht immer die allermiesesten Filme zeigen würden.
Buenos Aires, genannt „Hauptstadt des Tangos“ oder „Paris Südamerikas“, hat mir super gefallen und ich bedaure, dass wir nur 3 Tage dort sein konnten und so die Stadt nur oberflächlich kennenlernen konnten. Tausend Dank geht an Rinili (Kommilitonin aus Dresden), die mich trotz Saure-Gurken-Zeit spontan bei sich aufgenommen und gütigst umsorgt hat. Sie hat uns auch am ersten Abend gleich mal auf eine schöne argentinische Sause mit Livemusik im Wohnzimmer geschleppt. Die restlichen Abende haben wir ruhig verbracht und unsere Energie aufs Sightseeing tagsüber verwendet, die verschiedenen Viertel abklappernd.
Die Argentinier bzw. insbesondere die porteños (Bewohner von Buenos Aires) stehen in dem Ruf besonders eingebildet zu sein. Fragt ein Argentinier einen Spanier: „Welches Land ist dem Himmel am nächsten?“ Darauf der Spanier, genervt: „Bestimmt Argentinien, richtig?“ „Nein, Uruguay.“ (Argentiniens Nachbarland). Kleiner Scherz am Rande, ne. Im Übrigen muss gesagt werden, dass die argentinischen Frauen ausgesprochen hübsch sind, das erklärt den vermeintlichen Stolz der Argentinier mit Recht bestimmt zur Hälfte.
Einen Tag haben wir dann schließlich noch in Rosario verbracht, der Geburtstadt des Herrn Ernesto Guevara de la Serna. Der Zufall wollte es, dass wir genau an seinem 40. Todestag vor seinem Haus standen, wo denn auch ein paar Leute sich versammelt hatten, um dem großen Idol Lateinamerikas zu huldigen.
Kurz vor der Argentinien-Reise hab ich noch einen eintägigen Abstecher nach Santiago gemacht, um bei einer Messe europäischer Universitäten auszuhelfen. Dabei hab ich zufällig chilenische Kommilitonen getroffen und hab mit denen noch einen netten Abend verbracht. Santiago selbst fand ich jetzt nicht berauschend, nicht nur wegen der riesigen Smogglocke nicht. 1:0 für Buenos Aires!
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| Buenos Aires |
martes, 2 de octubre de 2007
Neuland
Vorgestern bin ich schlussendlich umgezogen. In letzter Sekunde habe ich mich für eine andere Wohnung als die im letzten Eintrag umrissene entschieden. Die Tage zuvor ist mir meine Entscheidungsschwäche in solchen Dingen ganz schön bewusst geworden. Gleichzeitig habe ich gespürt, dass ich das Leben hier etwas gelassener sehe und das gefällt mir. Die Wohnung in der ich jetzt wohne, ist auch nicht gerade perfekt (etwas weiter ab vom Schuss, noch kein Internet und, was mir bei der Besichtigung nicht auffiel: kein Tageslicht in meinem Zimmer). Aber das Gute ist, dass ich einen guten ersten Eindruck von meinen Mitbewohnern habe, denn schließlich ist es mir wichtiger mit netten Leuten zusammen zu leben als in einer tollen Wohnung. Meine neuen Mitbewohner sind Pancho und Meri, zwei Chilenen. Matthew lebt nun bei Borja, Marta und Aurora; eine Option, die mich wenig reizte.



