Bin seit 3 Tagen wieder zurueck von der Reise in den Norte Chico (kleiner Norden, d.h. nicht wirklich im Norden des Landes, sondern nur etwas noerdlich von der Zona central). Zu neunt (Matthew, 3 Spanier, 2 Basken, 1 Mexikaner, 1 Franzoesin und ich) haben wir mit einem gemieteten Bus und einem gemieteten Auto einen verpeilten Campingurlaub verbracht. Zunaechst hatte ich daran keinen Spass, weil mich Marta gehoerig nervte, aber das legte sich. Anlaesslich der Nationalfeiertage haben wir auf verschiedene Weise chilenische Folklore mitgenommen. Zum Beispiel haben wir uns ein Rodeo, den chilenischen Nationalsport, angeschaut. Dabei muessen zwei berittene Huasos (chilenisches Pendant zu Cowboy) eine Kuh auf bestimmte Art und Weise gegen eine Wand draengen. Dem Anschein nach ist das fuer die Kuh nicht besonders angenehm, aber von der Brutalitaet, die man spanischen Stierkaempfen nachsagt, ist das Spektakel dann doch recht weit entfernt. Ausserdem haben wir noch die Fabrikationsanlagen eines Pisco-Herstellers besichtigt und natuerlich auch Pisco getrunken. Das tut man in erster Linie in den Ramadas, dem traditionellen Ort der Feierlichkeiten, wo natuerlich Cueca und Reggaeton getanzt wird. Wie die Chilenen waehrend der ganzen Woche haben wir auch einmal schoen gegrillt (asado). Nebenbei bemerkt ist das ganze Land, Haeuser und Autos, waehrend der Feiertage extrem beflaggt. Aber das ist vermutlich fuer alle Nationalitaeten ausser den Deutschen nichts besonders auffaelliges. Ferners waren wir noch in einem Observatorium. Der Himmel ueber Chile (oder ueber Lateinamerika) ist naemlich besonders klar und man sieht mehr Sterne als irgendwo sonst (und andere als in der noerdlichen Hemisphaere). Die Fuehrung im Observatorium war aber eher mies.
Ganz witzig war noch, dass ich eines abends aus Versehen ein paar Chilenen gefragt habe, ob sie nicht Schlaege wollen, was aber nicht der Fall war. Das kam so: die Basken gebrauchten staendig und fuer alles das Wort Hostia; Standardverwendung: es la hostia, tio! (woertlich: es ist die Hostie, Onkel). Da ich den inflationaeren Gebrauch dieses Wortes recht witzig fand und aber den genauen Sinn nur erahnen konnte, habe ich selbst ein bisschen experimentiert und so kam es zu Buscan hostias?! (sucht ihr Hostien? = wollt ihr Schlaege?).
Fuer den Rueckweg nach Valparaiso haben wir dann mehr als doppelt so lang wie fuer den Hinweg gebraucht, weil wir unbedingt auf einem super-schlechten Weg durch eine menschenleere Halbwueste fahren mussten.
Das Wetter ist uebrigens seit einiger Zeit angenehm warm. Gestern nachmittag habe ich doesend am Strand in Viña verbracht und dabei festgestellt, dass diese Stadt auch ihre guten Seiten hat. Mit der Waerme hat aber auch die Flohplage begonnen, vor der man mich schon gewarnt hat.
Ansonsten muss ich sagen, dass ich gerade ein bisschen Heimweh habe. Die Tage anfaenglicher Euphorie sind ja eh laengst verflogen. Dazu kommt, dass fuer die Uni jetzt immer mehr zu machen ist. Das wird mir, ebenso wie zum Beispiel das Schreiben dieses Blogs dadurch erschwert, dass es mir nicht gelungen ist, den PC von seinen vielen Trojanern zu befreien, so dass der PC staendig zickt und spinnt. Ausserdem muss ich naechste Woche umziehen, und das bereitet mir ein bisschen Unbehagen, denn ich habe mich fuer ein Zimmer entschieden, das wahrscheinlich einen dramatischen Verlust an Komfort bedeutet (keine Waschmaschine, 1 einziger Kochtopf, direkt ueber einem Pub, ausserhalb der Viertel Cerro Alegre und Cerro Concepción, hoffentlich mit Internet). Und nur, um mit einer Spanierin und Chilenen zusammenzuleben, die ich noch gar nicht kenne und die vielleicht kaum da sind. In jedem Fall muss ich mich nochmal neu einleben. Mal schauen, im Zweifelsfall ziehe ich halt naechsten Monat wieder woanders hin.
Ganz witzig war noch, dass ich eines abends aus Versehen ein paar Chilenen gefragt habe, ob sie nicht Schlaege wollen, was aber nicht der Fall war. Das kam so: die Basken gebrauchten staendig und fuer alles das Wort Hostia; Standardverwendung: es la hostia, tio! (woertlich: es ist die Hostie, Onkel). Da ich den inflationaeren Gebrauch dieses Wortes recht witzig fand und aber den genauen Sinn nur erahnen konnte, habe ich selbst ein bisschen experimentiert und so kam es zu Buscan hostias?! (sucht ihr Hostien? = wollt ihr Schlaege?).
Fuer den Rueckweg nach Valparaiso haben wir dann mehr als doppelt so lang wie fuer den Hinweg gebraucht, weil wir unbedingt auf einem super-schlechten Weg durch eine menschenleere Halbwueste fahren mussten.
Das Wetter ist uebrigens seit einiger Zeit angenehm warm. Gestern nachmittag habe ich doesend am Strand in Viña verbracht und dabei festgestellt, dass diese Stadt auch ihre guten Seiten hat. Mit der Waerme hat aber auch die Flohplage begonnen, vor der man mich schon gewarnt hat.
Ansonsten muss ich sagen, dass ich gerade ein bisschen Heimweh habe. Die Tage anfaenglicher Euphorie sind ja eh laengst verflogen. Dazu kommt, dass fuer die Uni jetzt immer mehr zu machen ist. Das wird mir, ebenso wie zum Beispiel das Schreiben dieses Blogs dadurch erschwert, dass es mir nicht gelungen ist, den PC von seinen vielen Trojanern zu befreien, so dass der PC staendig zickt und spinnt. Ausserdem muss ich naechste Woche umziehen, und das bereitet mir ein bisschen Unbehagen, denn ich habe mich fuer ein Zimmer entschieden, das wahrscheinlich einen dramatischen Verlust an Komfort bedeutet (keine Waschmaschine, 1 einziger Kochtopf, direkt ueber einem Pub, ausserhalb der Viertel Cerro Alegre und Cerro Concepción, hoffentlich mit Internet). Und nur, um mit einer Spanierin und Chilenen zusammenzuleben, die ich noch gar nicht kenne und die vielleicht kaum da sind. In jedem Fall muss ich mich nochmal neu einleben. Mal schauen, im Zweifelsfall ziehe ich halt naechsten Monat wieder woanders hin.
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